HISTORISCHER HINTERGRUND

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Germania war ein antikes Land, welches sich über fünfhunderttausend Quadratkilometer, vom Rhein bis zur Donau, erstreckte und das Gebiet des heutigen Deutschlands, Polens, der Tschechischen Republik, der Slowakei, Ungarns und Österreichs umfasste. Es wurde von circa fünf Millionen Menschen bewohnt. Die alten Römer gaben diesem Gebiet den Namen „Germania“. Die Idee selbst kam wahrscheinlich von Gauls, die Genese ist jedoch nicht ganz genau bekannt. Dieses Gebiet besiedelten hauptsächlich germanische Stämme, die dem Römischen Reich nie völlig untergeordnet waren.
Die zahlreiche Versuche der Römer, ihre Nachbarn auf der rechten Seite des Flusses zu erobern, blieben erfolglos. Der Rhein wurde im Osten zur Grenze Roms und kein späterer Kaiser versuchte, sein Reich dort auszubauen. Diese Gegend wurde von einer großen Gruppe indoeuropäischer Bevölkerung bewohnt. Um die Wende des zweiten und des ersten Jahrtausends v. Chr. wurden sie auf dem Territorium der Halbinsel Jütland, Schleswig-Holsteins, der dänischen und der südskandinavischen Inseln getrennt. Von dort aus begann seine Expansion nach Norden und Süden – das war die Germania. Sie erreichten den Rhein und die obere Donau. Zu den germanischen Großstämmen zählten vor allem Ingwäonen, Herminonen, Gepiden Goten und Vandalen.

Beschreibung von Germania Magna

Die ersten Kontakte der Germanen mit den Römern begannen Ende des 2. Jahrhunderts v. Chr. Im ersten Jahrhundert v. Chr. besetzten sie den zentralen Teil Europas und dann fanden die ersten Schlachten um das Gebiet zwischen Rhein und Elbe statt. Das Jahr 15 v. Chr. war für die Germanen nicht besonders günstig, da ihre südlichen Länder von Kaiser Octavian Augustus besetzt wurden. Die Situation veränderte sich im 7. Jahr v. Chr., als Publius Quinctilius Varus zum Gouverneur von Germania ernannt wurde. Er nannte Arminius – einen jungen Adeligen germanischen Ursprungs, der auf dem Land der Römer aufgewachsen war – als Befehlshaber der Hilfstruppen. Die Jahre, welche er außerhalb seiner Heimat verbrachte, beraubten ihn nicht des Patriotismus. Nachdem Arminius das Vertrauen des Oberen gewonnen hatte, brachte er die römische Armee in eine Falle und führte im Jahre 9 n. Chr. Zu einer Niederlage im Teutoburger Wald.

Wappen eines Kaisers mit Doppeladler

Im 1. und 2. Jahrhundert v. Chr. organisierten die Römer Feldzüge gegen Germanen, die jedoch immer mit einem Misserfolg endeten. Trotz zahlreicher Intrigen und Bestechungen gelang es ihnen, ihre Macht nur an Grenzstämme zu gewinnen. Die Nachbarschaft von Rom beeinflusste jedoch die wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung von Germania, die in den Jahren 260-455 an Bedeutung gewann, während Rom merklich schwächer wurde.

Ende des vierten Jahrhunderts unternahmen sie neue und erfolgreiche Versuche, die römische Grenze durchzubrechen. Die intensive und umfassende Migration der germanischen Völker führte zu einer allmählichen Besiedlung im Gebiet des Römischen Reiches und zur Errichtung unabhängiger Königreiche. Zu dieser Völkerfamilie gehörten unter anderem: Vandalen in Afrika, Westgoten in Spanien, Franken und Burgunden in Gallien, Ostgoten und Langobarden in Italien und Angles, Sachsen und Jüten in Großbritannien. Zuerst wurde Rom 410 v. Chr. von den Westgoten und dann 455 von Vandalen erobert. Zweifellos war das ein Triumph der Deutschen über Rom und ein Zeichen des kommenden Wandels.

 

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